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Die Lok

"Burhave"

der Butjadinger Bahn

Die Butjadinger Bahn hatte mehrere Dampflokomotiven, eine von ihnen trug den Namen "Burhave".

Es handelte sich dabei um einen B-Kuppler.

In dem Buch "Die Butjadinger Bahn" von Hinrich Rudolfsen/Rolf Gerdes/Jochen Ewald, Verlag Kenning 1998 fand ich die drei folgenden Abbildungen, die mir beim Modellbau behilflich sein sollten.

Abb. 1

Seite 42,   Foto: Sammlung Rolf Gerdes

So sah die Lok während der Zeit bei der Butjadinger Bahn aus.

Diese Lok wurde 1950 an die Metallwerke Unterweser in Nordenham Friedrich-August Hütte verkauft und tat dort viele Jahre ihren Dienst.

Abb. 2

Seite 36,  Foto: Archiv Frerichs

Dieses Foto entstand bei den Metallwerken Unterweser 1954. 

Somit arbeitete die "Burhave" in der Nähe meines Elternhauses, was für mich der Grund war, die Lok als Modell für meine Gartenbahn zu bauen.

Abb.3

Seite 102

Anhand dieser Zeichnung von Rolf Gerdes errechnete ich die Maße für mein Modell im Maßstab 1:27.

Das Fahrwerk der Stainz von LGB passte nahezu für den Maßstab, allerdings wurden schließlich doch einige Fräsarbeiten am Rahmen und am Kessel nötig. Als erstes wurde aber der Antrieb vorbereitet.

Zur Verfügung dafür standen mir zwei gebrauchte Stainz, aus deren Teilen ich mir das Modell der Lok bauen wollte. 

Einmal diese:

 

und diese:

 

Für mein Vorhaben benötigte ich das Gestänge der 20211, aber nicht die Scheibenräder. Auch der Antrieb der 20211 war der neuere und von daher mein Favorit.

Aber auf jeden Fall benötigte ich Speichenräder. Ich hatte zwar noch welche in meiner Bastelkiste

Allerdings stimmte die Speichenanzahl nicht, und der Zapfen war für das zu verwendende Gestänge an den hinteren Rädern viel zu kurz.

Von einem Bekannten, der, wie ich auch, zu den LGB Freunden Weser-Ems gehört, bekam ich den Hinweis, dass die Räder der 99 6001 von LGB passen könnten.

Es gelang mir nach langem Suchen im Internet, bei der Firma Lutz Warenburg noch 4 Räder der 99 6001 zu bekommen, und tatsächlich passten sie von der Anzahl der Speicher her, und auch die Länge der Zapfen stimmte fast genau, sowohl für die hinteren als auch für die vorderen Räder.

Damit die Räder aber auch Verwendung finden konnten, mussten die Achsen der älteren Stainz

in den Antrieb der neueren Stainz eingebaut werden, denn die Achsen der neuen Stainz sind am Ende nicht mehr abgeflacht und die Räder werden bei ihr nicht mehr mit Schrauben fixiert. Ich probierte, die Achsen zu tauschen. Und: sie passten!!!

Daraufhin wurde das Kunststoffgestänge der neuen Stainz bearbeitet. Mit einer Feile wurden  die Stangen ein klein wenig dünner gemacht, so dass sie schließlich auf die Zapfen der Räder passten, ohne zu zwängen. Die Zapfen der hinteren Räder mussten ebenfalls mit der Feile bearbeitet werden, denn der vierkantige Kopf der Zapfen war zu flach. Das ließ sich aber leicht machen, da der Zapfen lang genug war.

Nach dem Zusammenbau des Antriebs kam die erste Probefahrt.

Das Gestänge war leichtgängig, und dadurch, dass ich kein Rad mit Haftreifen benutzte, war die Stromabnahme im Weichenbereich sehr gut, so dass die Lok gute Laufeigenschaften aufweist.

 

Weiter ging es mit den Aufbauten. Ich änderte die Maßzeichnung von Rolf Gerdes durch Kopieren derart, dass ich sie als 1zu1- Zeichnung im Maßstab 1:27 vor mir hatte, und so die Maße aus der Zeichnung direkt auf die Polystyrolplatte übertragen konnte.

Die weißen Flächen zeigen die Bereiche, in denen die Stainz verändert werden musste. Die Dome mussten verkleinert werden, und natürlich bekam das Führerhaus ein neues Aussehen.

Aus dem Fahrwerkrahmen und vom Kessel fräste ich einige Teile heraus, damit der Kessel tiefer gelegt werden konnte.

Der Schornstein ist gekürzt und die Pufferbohlen (Piko) sind angebracht.

Mit Hilfe eine anderen Regelspurlok wurde die Höhe der Puffer überprüft:       passt!

erste Versuche mit Farbe, Schornsteinverlängerung, Dom verkleinert, Luftdruckpumpe angebaut.

Anfänge für das Führerhaus

Kesselverlängerung ins Führerhaus hinein

Das Dach der Stainz wurde gekürzt und eingepasst. Einzelne Details wurden angebracht.

weitere Farbgebung

 

Immer wieder wurde zwischendurch das Fahrverhalten der Lok geprüft, und bald stellte sich heraus, dass zusätzlich Gewichtstücke in der Lok Platz finden mussten, um die Zugkraft zu erhöhen. So wurden Kohlen- und Wasserkasten mit Blei ausgefüllt.

 

Lampen musste die "Burhave" auch noch bekommen, sie wurden aus Kabelummantelung hergestellt.

Ein Uhlenbrock Decoder 77500 und ein Dietz Soundmodul wurden eingebaut und nun kam die erste Probefahrt auf der Gartenbahn.

Erfolg!

Nun fehlten noch einige Verfeinerungen:

 

Ich war mit meinem Bastelwerk sehr zufrieden.

Allerdings bekam ich einige Tage später einen Hinweis von einem "Kenner der Butjadinger Bahn", dass die Loks der Butjadinger Bahn nicht über Luftdruckbremsen verfügten. Die angebaute Pumpe musste also entfernt werden. Aus dem Bauteil "Luftdruckpumpe" entstand kurzerhand ein Gefäß zur Wasserreinigung am Kessel. Das benötigten die Butjenter Loks damals wegen der schlechten Wasserqualität.

 

Nun muss irgendwann noch ein Sound gefunden werden, in dem das Arbeiten der Druckluftbremse nicht vorkommt.

 

 

Für den Einsatz auf der Gartenbahn fehlten bis Weihnachten noch die passenden Personenwagen. Aber dank Piko ist nun der Anfang gemacht:

Bei ebay gelang es mir, zwei Personenwagen zu ersteigern. Bei einem muss ich noch Trittbretter reparieren, aber ansonsten sind die Wagen in Ordnung.

Ich werde jetzt versuchen die Beschriftung "Butjadinger Bahn" herzustellen.

Irgendwann muss dann noch ein passender Packwagen gefunden werden.

26.02.2019

Einen 100% passenden Packwagen habe ich bisher nicht gefunden.

Deshalb habe ich mich für einen "Behelfspackwagen" entschieden, er ist dem Original gegenüber zu kurz. Vielleicht ergibt es sich irgendwann, dass ich einen längeren in Frage kommenden Waggon finden, der zum Butjenter Packwagen umgebaut werden kann.

Die Personenwagen habe ich neu beschriftet.

P1 (2. und 3. Klasse)

P7 (nur 3.Klasse)

 

Und so sieht der "Butjenter" jetzt aus: